40 Jahre ist es her, dass die alte Formation der Scorpions, damals noch mit Rudolf Schenkers Bruder Michael, der später zu UFO wechselte, im klapprigen roten VVW-Bus über die Dörfer zog, um in Kneipen, Garagen oder Hinterhöfen in Niedersachsen ihr Equipment auszupacken und abzurocken. Die Band, der Rudolf Schenker fünf Jahre zuvor in Sarstedt den Namen gegeben hatte und die mit wechselnden Musikern damals schon allererste Ansätze einer vielversprechenden Karriere vermuten ließ, hatte von Anfang an zwei – beinahe apokalyptische – Ziele: “Erstens, wir beschränken uns auf englische Lyrics, weil wir – zweitens – irgendwann zu den besten Rockbands der Welt gehören werden.” Der Rest ist Musikgeschichte: Vom “Echo” für das Lebenswerk (2009) und als beste nationale Gruppe (1992) bis zum “World Music Award” (1994), gibt es daneben nicht viele nennenswerten Auszeichnungen, die die Scorpions nicht verliehen bekommen haben. Selbst die Katalogisierung ihrer Gold- und Platinauszeichnungen widersetzt sich jeder vernünftigen Aufrechnung: Es sind einfach weltweit zu viele. Und jedes Jahr kommen neue dazu. Nur vom Plattenverkauf weiß man … er liegt irgendwo jenseits der 100-Millionen-Grenze. Inzwischen läuft die Abschiedstournee “Final Sting”, die in allen fünf Kontinenten noch einmal Maßstäbe setzen soll. Der Auftritt in Wacken 2012 wird voraussichtlich das letzte Open-Air-Konzert auf deutschem Boden sein.
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